Kocher, koche! Wie Sie Outdoor- und Campingkocher auswählen.
Wie Sie einen Campingkocher auswählen
Wenn Ihnen eine Expedition bevorsteht, bei der Sie mehrere Tage lang nicht auf die Zivilisation treffen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als auch das Essen und dessen Zubereitung in Ihre Pläne einzubeziehen. Da dieser Teil des Packens eine echte Herausforderung darstellt, widmen wir diesen Artikel einem der Schlüsselfaktoren für einen zufriedenen Magen. Dieser Faktor ist die Auswahl eines Campingkochers. Es ist nämlich nicht immer möglich, ein Feuer zu machen und einen Kessel aufzustellen.
Die Zeit der Schokowaffeln und Bohnenkonserven mit Würstchen ist anscheinend endgültig vorbei, zumindest bei Personen, die es mit der für unterwegs eingepackten Energie wirklich ernst meinen. Damit die Speisekarten von Trekkern immer einfacher werden können, sind sie zunehmend anspruchsvoller. Man arbeitet nicht nur mit der Kalorienberechnung und dem Nährwert, sondern auch mit dem Brennstoffverbrauch, dem Wasserbedarf oder der Reduzierung von unnötigem Abfall.
Bei der Auswahl eines Campingkochers, der für Sie geeignet ist, werden Sie Folgendes beurteilen:
- Höhen- und Wetterbedingungen, in die Sie sich begeben
- Brennstoff, mit dem der Kocher betrieben wird (Gas, Benzin, Festbrennstoffe)
- Abmessung des Kochers – sowohl beim Betrieb als auch beim Transport
- Gewicht des Kochers (das Gewicht hängt von der Größe der Brennstoffflasche oder Kartusche ab, rechnen Sie mit ca. 500 g)
- Siedezeit (je kürzer die Zeit bis zum Kochen, desto leistungsstärker der Kocher)
- Möglichkeit, die Leistung des Brenners zu reduzieren (Regulierung)
- Preis von Kocher und Brennstoff
Gaskocher
- Gaskocher können Sie in fast jeder Höhe und bei jedem Wetter anzünden (aber die Kartusche muss relativ warm gehalten werden).
- Der durchschnittliche Gasverbrauch liegt zwischen 100 und 150 g/h. Der Verbrauch hängt von der Größe der Durchflussdüse, dem Druck in der Kartusche und der Umgebungstemperatur ab.
- Die Leistung von Gaskochern schwankt und ist von Temperatur und Wetter abhängig. Sie bewegt sich zwischen 1 300 – 7 000 W. Wenn Sie planen, den Kocher oft und für mehrere Personen zu nutzen, wählen Sie ein Modell mit höherer Leistung.
- Wir unterteilen Gaskocher in kleinere Einflammkocher (mit einer Kochstelle) und größere sowie schwerere Zweiflammkocher.
- Weiterhin unterteilen wir Gaskocher nach der Art des Anschlusses an die Gaskartusche in solche mit Schraubgewinde, mit Stechsystem, direkt auf die Kartusche schraubbar oder Kocher mit Zuleitungsschlauch.
Benzin- und Kombikocher
- Benzin-Campingkocher zeichnen sich durch eine hervorragende Leistung und ein relativ schnelles Erhitzen aus. (der Kocher muss zuerst vorgeheizt werden)
- Sie sind robust und einfach zu bedienen, funktionsfähig auch bei Minustemperaturen.
- Kombikocher verbrennen verschiedene Brennstoffe (Benzin und Waschbenzin, Spiritus, Gas und andere brennbare Stoffe wie etwa Petroleum).
Spirituskocher
- Sein großer Vorteil ist das geringe Gewicht.
- Und auch die leichte Verfügbarkeit des Brennstoffs.
- Die Leistung des Brenners kann nicht reguliert werden.
- Im Vergleich zu Gas- oder Benzinkochern dauert das Kochen auf einem Spirituskocher länger.
- Geringe Leistung des Kochers
Womit müssen Sie noch rechnen, egal ob Sie mit Gas, Benzin oder einer anderen Alternative kochen?
- Das ist zum Beispiel der Brennstoffverbrauch, den die Zubereitung von Essen erfordert. Ein Beispiel für den richtigen Umgang mit dem Brennstoffverbrauch ist vernünftiges Wirtschaften und auch die Auswahl von Gerichten, die nicht gekocht werden müssen, sondern bei denen es ausreicht, sie mit heißem Wasser zu übergießen. Als vernünftiges Wirtschaften gilt auch das Herunterdrehen des Gases, nachdem das Wasser zu kochen beginnt. Zum Halten der Temperatur reicht eine minimale Flamme aus.
- Vergessen Sie nicht ein Hilfsmittel, mit dem Sie das Feuer entfachen. Streichhölzer oder ein Feuerzeug genügen, aber zum Anzünden des Kochers ist ein Feuerstahl ideal, der nicht kaputtgeht, nicht feucht wird und dessen Funktion nicht von der Höhe beeinflusst wird.
- Da sich bei Wind alles schwer anzünden lässt, sollten Sie die Anschaffung eines Windschutzes für den Kocher oder eines Schutzschildes in Erwägung ziehen. Sie sind leicht und gut verstaubar, man kann sie bei allen Arten von Kochern verwenden.
- Erfahrene Trekker packen den Kocher aus Gründen der Platzersparnis und Praktikabilität in das Kochgeschirr. Am besten verpackt in einem Aufbewahrungsbeutel.
- Rechnen Sie damit, dass, wenn Sie einen Gaskocher besitzen und Ihr Reiseziel einen Lufttransport erfordert, Gaskartuschen nicht mit ins Flugzeug genommen werden. Schraub-Gaskartuschen müssen Sie also nach der Ankunft besorgen. Es ist gut, sich vorab zu informieren, ob und wo dies möglich ist.
- Eine großartige Ergänzung zum Kocher ist ein Wärmereflektor. Er erhöht die Stabilität des Kochers und verkürzt die Erhitzungszeit.
- Sorgen Sie vor und legen Sie sich zusätzliche Düsen zu. Kocher haben eine Düse für Gas, Benzin, Petroleum, bleifreies Benzin (gilt nicht für Gaskocher, bei denen die Düse nicht gewechselt werden kann).




