Kaufberatung

Wie Sie die Rucksackgröße richtig auswählen

Snack, Getränk und Regenjacke? Oder Schlafsack, Zelt und Bekleidung für eine Woche? Im Winter oder im Sommer? Mit günstig gelegenen Zwischenstopps entlang der Route oder völlig abseits der Zivilisation, wo Sie auf sich allein gestellt sind? Um den richtigen Rucksack auszuwählen, müssen Sie zudem nicht nur Ihre Rückenlänge kennen, sondern auch die Länge Ihrer Tour. Denn: je länger die Tour, desto größer der Rucksack. Wenn Sie keinen Sherpa, Esel oder Handwagen zur Verfügung haben, dann müssen Sie das, was Sie einpacken, auch auf dem eigenen Rücken tragen. Das klassische Abenteurer-Dilemma lautet: Möchte ich einen größeren Rucksack und viele Sachen, die Gewissheit, dass mir nichts fehlen wird, dafür aber einen sehr schweren Schritt – oder bin ich minimalistisch ohne Reserven und Absicherungen unterwegs, hüpfe dafür aber flink wie eine Gämse?

Woraus können Sie eigentlich auswählen? Bei einem eintägigen Trek sollte Ihnen ein Rucksack mit einem Volumen von 35 Litern ausreichen – und das auch für den Fall, dass Sie Nachwuchs mit einem erhöhten Bedarf an Ersatz-Socken, Kohlenhydraten und Lego-Männchen dabei haben. Übrigens, scheuen Sie sich nicht, die Last auf alle Mitglieder der Gruppe zu verteilen, unabhängig vom Alter. Je mehr Kinder, desto mehr Rucksäcke, gerne auch kleinere, auch das wird Sie erheblich entlasten.

Eine zwei- bis dreitägige Tour wird wahrscheinlich einen Rucksack mit einem Volumen von 40 bis 50 Litern erfordern. Und einwöchige Expeditionen machen aus Ihnen einen Packesel für Fracht, die in einem Rucksack mit einem Volumen von 60 Litern und mehr verstaut ist. Blicken Sie auch mit unverhohlener Bewunderung auf die Tramper, die über ihre jahrhundertealten Kraxen noch einen schweren Ledermantel und zwei Zinnpfannen geworfen haben? Erfahrene Reisende behaupten, dass jeder die Auswahl dessen, was am besten passt, selbst durchmachen muss. Das lässt sich allerdings nicht durch eine Schnellauswahl auf dem Teppich im Geschäft bewältigen, Sie müssen damit ins Gelände. Es ist keine Ausnahme, dass es von einem Extrem ins andere geht, wenn Sie nach großzügig gepackten 80 Litern für alle Fälle auf bescheidene 30 Liter sinken und sich nüchtern bei universellen 60 Litern niederlassen.

Je länger die Tour und je schwerer die Last, desto durchdachter sollte das Vorgehen sein. Kurz gesagt, auch hier gilt die klassische Managementregel: Laden Sie sich nichts auf, was Sie nicht tragen können.

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