Eisklettern
Das Terrain für sportliche Leistungen im Bergsteigen muss nicht nur aus Fels bestehen, sondern kann auch Eis sein. Dieses Element fand seinen Weg in das Bergsteigen durch die Hochgebirge, die bis in die Zonen des ewigen Schnees und Eises reichen. Hier waren die Bergsteiger gezwungen, sich zunächst auf Gletschern, später auch in den Wänden der Berggipfel, mit dem Vorankommen auf dem Eis durch spezielle Techniken auseinanderzusetzen, bei denen Eisgeräte und Steigeisen (Eisen) verwendet werden. Einige fanden daran Gefallen, entwickelten diese Techniken des Eiskletterns weiter und suchten vor allem im Winter auch außerhalb der Hochgebirge nach Eisterrain. Heute spielt sich das Hauptgeschehen in dieser Disziplin außerhalb der Hochgebirge ab, und zwar vor allem an gefrorenen Wasserfällen in den Gebirgstälern während des Winters. Aus dem Eisklettern haben sich weitere Disziplinen entwickelt, nämlich das moderne Mixed-Klettern und das Drytooling. Diese Entwicklung ist die Folge davon, dass als schwieriger Eisfall ein solcher galt, der Abschnitte mit Eisunterbrechungen aufwies, d. h. mit freiliegendem Fels. Im Streben nach maximaler Leistung begannen Kletterer, nach Routen zu suchen, in denen es immer weniger Eis gab, bis es notwendig wurde, die Eisgeräte und Steigeisen am Fels anzusetzen. Diese Disziplin wird manchmal als modernes Mixed-Klettern bezeichnet. Mit der Abnahme des Eises in der Route wird die Disziplin dann zum Drytooling.
Das Eisklettern und später das Drytooling wurden auch in das Wettkampfklettern integriert. Für diese Wettkämpfe werden künstliche Wände mit Eiselementen konstruiert. Die Wettkämpfe werden im Schwierigkeitsklettern, im Speedklettern sowie im Eisbouldern ausgetragen.
