Buchstabe A

Abalakov-Sanduhr

Es handelt sich um eine künstlich geschaffene Sanduhr im Eis. Sie wird durch das Bohren von zwei Löchern, kleinen Tunneln, mithilfe einer Eisschraube hergestellt (diese bleibt nicht im Eis, sondern dient nur als Werkzeug). Am häufigsten wird die Abalakov-Sanduhr als Abseilstand in einer Situation angelegt, in der Sie im Gelände keine andere, bessere Sicherung aufbauen können (und gleichzeitig nicht bereit sind, Schraube und Karabiner im Gelände zurückzulassen). In einer Extremsituation können Sie an einer Abalakov-Sanduhr auch einen Standplatz einrichten, dann müssen Sie jedoch eine massivere Schlinge mit ausreichender Tragfähigkeit verwenden. Als Zwischensicherung ließe sie sich ebenfalls nutzen, aber das ist wenig praktisch, da die Herstellung der Sanduhr zu zeitaufwändig ist.

Die Abalakov-Sanduhr darf nur in hartem, homogenem Eis angelegt werden, damit sie ausreichend stabil ist. Poröses, zu kristallines Eis ist beispielsweise nicht geeignet. Die gebohrten Löcher und die Eisoberfläche müssen miteinander einen Winkel von ca. 60° einschließen. Die Löcher sollten mindestens 15 cm lang sein. Durch das Bohren darf das Eis an der Stelle, an der Sie die Sanduhr anlegen, nicht reißen; vor allem der entstandene Eissteg der Sanduhr muss intakt sein. Das ist manchmal ein Problem, besonders bei starkem Frost ist das Eis sehr spröde und bricht. Dafür hält die Abalakov-Sanduhr in qualitativ hochwertigem Eis bis zu 11 kN stand.

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