Hydrophile, porenlose Membran
Es handelt sich um eine durchgehende, Wasser absorbierende Membran ohne offene Poren. Wasser wird durch die Membran durch folgenden Mechanismus transportiert – Wassermoleküle werden an der inneren Oberfläche der Membran adsorbiert, nach dem Prinzip der Festkörperdiffusion und aufgrund des Konzentrationsunterschieds innerhalb und außerhalb der Membran werden sie an die äußere Oberfläche der Membran transportiert, wo sie verdampfen. Die exzellente Wasserdichtigkeit wird, ähnlich wie bei einer Kunststofffolie, dadurch sichergestellt, dass die durchgehende Membran den Durchtritt von flüssigem Wasser physikalisch verhindert. Hierzu gehören fast alle PU-Membranen (Polyurethan-Membranen) und somit die überwiegende Mehrheit der bekannten Membranen, also auch das heutige Gore-Tex, das eine Teflon-Membran mit PU-Schicht nutzt. Die PU-Schicht schützt hier die Teflon-Schicht vor Verschmutzung und Beschädigung.
Der Nachteil der durchgehenden, porenlosen PU-Membran ist die Tatsache, dass die Diffusionsgeschwindigkeit umgekehrt proportional zur Dicke der Membran ist. Damit Sie also einen ausreichend schnellen Feuchtigkeitstransport nach außen sicherstellen, muss die Membran sehr dünn sein, und eine sehr dünne Membran kann auch sehr leicht beschädigt werden. Deshalb muss auf ihr von beiden Seiten ein Schutztextil auflaminiert sein – und hier haben wir die Erklärung für das 3-Lagen-Laminat und für das höhere Gewicht dieser Textilien. Beim 2,5-Lagen-Laminat (Gore-Tex Pac-Lite) ist es gelungen, das Gewicht zu reduzieren, indem das innere Schutztextil weggelassen und stattdessen eine schützende Karbonschicht aufgetragen wurde.
