Norm EN 13537
Sie vereinheitlicht die Anforderungen an die Wärmeisolationseigenschaften von Schlafsäcken und richtet sich an den durchschnittlichen Nutzer. Nach dieser Norm werden Werte bestimmt, mit denen sich der Temperaturbereich sicher ermitteln lässt. Die obere Extremtemperatur (Tmax) bestimmt die Höchsttemperatur, bei der es in einem geschlossenen Schlafsack unangenehm warm wird. Wichtiger sind jedoch die Grenzen des thermischen Komforts, da sie darüber Auskunft geben, bis zu welchen Tiefsttemperaturen der Schlafsack verwendbar ist. Für die Grenze des thermischen Komforts werden zwei Werte angegeben - die Komforttemperatur (Tcomf) für eine 60 kg schwere Frau (die Hauttemperatur darf nicht niedriger als 32,8° C sein) und die Grenztemperatur (Tlim) für einen 70 kg schweren Mann (die Hauttemperatur darf nicht niedriger als 32,9° C sein). Fällt die Temperatur unter den jeweiligen Wert, empfindet der Nutzer Kälte. Die Extremtemperatur (Text) ist eher eine spekulative Angabe darüber, bis zu welcher Kälte der Nutzer im Schlafsack ohne ernsthafte gesundheitliche Schäden überleben würde. Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass die Kombination aus den Isolationseigenschaften des Schlafsacks, dem Grundumsatz (Ruhestoffwechsel), der momentanen körperlichen Verfassung und den wechselnden klimatischen Bedingungen bestimmt, wie Sie nachts im Schlafsack schlafen.
